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GPS-Technik
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Als GPS-Technik bezeichnet man in der Satellitennavigation die technischen, geometrischen und elektronischen Grundlagen des englisch Global Positioning Systems (GPS) und Àhnlich arbeitender, globaler Navigationssysteme auf der Grundlage von Satelliten.
Contents
âą False Ranging
⹠Signalstörungen
âą Einzelnachweise
âą Weblinks
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Geometrische Grundlagen
Kugeln als geometrische Orte
Beim Global Positioning System wird der Ort des EmpfĂ€ngers â genauer: die Position der Empfangsantenne â durch Entfernungsmessung zu mehreren Satelliten bestimmt, die auf hohen Bahnen die Erde umkreisen. Ein Satellit reicht nicht, denn bei einer einzelnen Entfernungsmessung kann sich der EmpfĂ€nger ĂŒberall auf einer KugeloberflĂ€che befinden, deren Radius die Entfernung und deren Mittelpunkt die momentane Satellitenposition ist. Erst weitere Distanzmessungen engen die Unbestimmtheit des Ortes ein. Wenn sich der EmpfĂ€nger z. B. auf der OberflĂ€che einer idealisierten Erdkugel befĂ€nde, so kann dessen Ort nur auf einem Kreis liegen, der die Schnittlinie Entfernungskugel/Erdkugel bildet.
Bei Distanzmessungen zu zwei Satelliten kann sich der EmpfÀnger nur an Positionen befinden, die auf beiden Entfernungskugeln liegen. Der geometrische Ort (die Schnittlinie) ist wiederum ein Kreis, aber je nach Satellitenkonstellation nun in allgemeiner rÀumlicher Lage. Theoretisch sind auch zwei Distanzmessungen zu einem Satelliten möglich, doch sind solche Ortungen ungenau (schleifender Schnitt).
Kommt eine Entfernungsmessung zu einem dritten Satelliten hinzu, so ist der EmpfÀngerort durch den Schnitt der drei Kugeln gegeben. Denn nur hier hat der EmpfÀnger zu allen gegebenen Kugelmittelpunkten (Satellitenorten) die gemessenen Entfernungen. Rechnerisch wird dies in einem kartesischen Koordinatensystem gelöst:
In einem geozentrisch definierten 3D-Koordinatensystem ist ein Punkt durch die Angabe von drei Koordinaten ( x {\displaystyle x} , y {\displaystyle y} , z {\displaystyle z} ) eindeutig bestimmt. Um die Ortskoordinaten der EmpfĂ€ngerposition zu bestimmen, sind drei Gleichungen erforderlich. Sie ergeben sich aus den Entfernungen zu den drei Kugelmittelpunkten (den Satelliten). Die Lösung der Gleichungen ist in realen FĂ€llen immer möglich (der theoretische zweite Schnittpunkt entfĂ€llt, weil er weit von der ErdoberflĂ€che entfernt liegt). WĂŒrden beliebige Orte und Entfernungen vorgegeben, so gibt es keine Lösung, wenn sich die KugeloberflĂ€chen nicht schneiden â was bei realen Aufgaben der Satellitennavigation aber immer der Fall ist.
Die Realisierung dieses Prinzips hat beim GPS zwei technische Schwierigkeiten:
âą Die Entfernung kann nicht direkt gemessen werden und
⹠die Satelliten bewegen sich (mit ca. 3,9 km/s), wodurch sich die Positionen der Kugelmittelpunkte laufend verÀndern.
Zur Behebung der ersten Schwierigkeit misst man die Laufzeit des Funksignals, d. h. die kurze Zeit, die es fĂŒr die Wegstrecke vom Satelliten zum EmpfĂ€nger benötigt. Im Weltraum breitet sich das Signal mit der Vakuumlichtgeschwindigkeit c {\displaystyle c} aus, in der ErdatmosphĂ€re geringfĂŒgig langsamer. Das Messprinzip ist analog zur Entfernungsbestimmung bei einem Gewitter: Wenn man einen Blitz sieht (die Laufzeit des Blitzes selbst ist vernachlĂ€ssigbar), zĂ€hlt man die Sekunden, bis der Donner zu hören ist. Diese Laufzeit des Donners mal der Schallgeschwindigkeit ergibt die Entfernung. Zu welcher Uhrzeit Blitz und Donner auftreten, ist dabei unerheblich.
Beim GPS-System ist die Laufzeitbestimmung allerdings komplizierter, weil einerseits die Ausbreitungsgeschwindigkeit viel höher ist. Andererseits ist dem EmpfÀnger zunÀchst unbekannt, wann das empfangene Signal ausgesandt wurde. Da Sender und EmpfÀnger der Funkwellen beim GPS-System nicht wechselseitig kommunizieren können, handelt es sich um eine unidirektionale (Einweg-)Entfernungsmessung. Technisch spricht man von Pseudoranging, weil alle Laufzeiten um einen konstanten Betrag verfÀlscht sind.
Die Distanzmessung wird durchgefĂŒhrt, indem das empfangene Signal seinen Sendezeitpunkt als Code âmitbringtâ â und zwar als GPS-Systemzeit im Moment der Sendung. HĂ€tte der EmpfĂ€nger das exakte GPS-Zeitsystem, könnte er die Laufzeit als die Differenz zwischen Sende- und Empfangs-Uhrzeit bestimmen. Allerdings ist die EmpfĂ€ngeruhr zunĂ€chst nicht genau mit der GPS-Zeit synchronisiert. Die Differenz wird als zusĂ€tzliche Unbekannte bei der Ortsbestimmung angesetzt. Weil nun vier Unbekannte (drei Ortskoordinaten und eine Zeitkonstante) zu bestimmen sind, werden auch vier Gleichungen benötigt. Diese vierte Gleichung erfordert die Hinzunahme der Entfernung zu einem vierten Satelliten.
False Ranging
Ist die EmpfĂ€ngeruhr noch nicht synchronisiert, so sind die berechneten Entfernungen zu den Satelliten um eine kleine Strecke verfĂ€lscht. Nimmt man von diesen vier Entfernungen nur drei, lĂ€sst sich damit zwar ein möglicher (aber falscher) Ort des EmpfĂ€ngers bestimmen. Er stimmt jedoch nicht mit der vierten Distanz ĂŒberein â umso weniger, je gröĂer der âUhrfehlerâ des EmpfĂ€ngers ist. Nur beim richtigen Empfangszeitpunkt sind alle vier Distanzen im Einklang, wofĂŒr das System mit allen vier Gleichungen zu lösen ist.
Die Kenntnis des Sendezeitpunktes ist auch noch aus einem weiteren Grund wichtig: Weil sich die Satelliten bewegen, muss ihre Position zum Sendezeitpunkt bekannt sein. Der Satellit könnte in dem kurzen Moment seine Koordinaten nicht ĂŒbertragen. Deshalb wird zur Ortsbestimmung die Bahngleichung als Zeitfunktion benutzt. Die Konstanten, die die Bahngleichung enthĂ€lt, werden mit dem Signal ĂŒbertragen.
Je nach Anzahl der schon bekannten GröĂen reduziert sich die Zahl der Unbekannten und damit die Mindestanzahl der notwendigen Satelliten. Ist die Zeit genau bekannt, verbleiben drei Unbekannte fĂŒr den Ort, was nur drei Satelliten erfordert. Ist zusĂ€tzlich die Höhe bekannt (z. B. Höhe = 0 auf Meeresniveau), sind nur zwei Unbekannte und zwei Satelliten notwendig. WĂ€re auch noch die genaue geografische Breite bekannt, so wĂŒrde nur noch eine Unbekannte benötigt, entsprechend einem Satellit.
Ausbreitungsgeschwindigkeit
Zur genauen Ortsbestimmung muss berĂŒcksichtigt werden, dass zwischen Satelliten und EmpfĂ€nger kein Vakuum herrscht. In der ErdatmosphĂ€re ist die Signalgeschwindigkeit geringer. Die Satellitenentfernung wird deshalb bei Benutzung der Vakuumlichtgeschwindigkeit zu groĂ berechnet und die tatsĂ€chliche Laufzeit muss entsprechend korrigiert werden, wobei auch der Vertikalwinkel der Funkverbindung zu berĂŒcksichtigen ist. Da die Verzögerung hauptsĂ€chlich in der IonosphĂ€re erfolgt, spricht man von IonosphĂ€renkorrektur. Jene in der TroposphĂ€re (tropospheric delay) macht zusĂ€tzlich einige Meter aus. Zur Technik der Ortsbestimmung gehört auch die BerĂŒcksichtigung von vermeidbaren und unvermeidbaren Signalstörungen.
Elektronische Grundlagen
Beschreibung des GPS-Signals
Das GPS stellt zwei verschiedene Signale bereit: Das zivile L1-Signal mit einer TrĂ€gerwelle von 1575,42 MHz und das verschlĂŒsselbare L2-Signal mit einer TrĂ€gerwelle von 1227,60 MHz. Im L1-Signal wird der im Folgenden nĂ€her erlĂ€uterte C/A-Code ĂŒbertragen und im L2-Signal der verschlĂŒsselte und nicht öffentlich bekannte P-Code. Jedes dieser beiden Signale besteht aus je drei Anteilen: TrĂ€gerwelle, Code und Navigationsdaten.
Ăber die C/A-Daten teilt jeder Satellit seine Bahndaten, die Ephemeriden, und den Sendezeitpunkt dem EmpfĂ€nger mit. AuĂerdem muss es dem EmpfĂ€nger möglich sein, zu bestimmen, von welchem Satelliten das empfangene Signal stammt â obwohl alle Satelliten die gleiche Sendefrequenz benutzen. Zur ErfĂŒllung all dieser Anforderungen wird fĂŒr das GPS-Signal das CDMA-Modulationsverfahren verwendet. Zeitrelevant sind immer die Zeitpunkte des Beginns eines Signalteils, wobei verschiedene Signalteile unterschiedliche Dauer haben â aber alle Signalteile sind gleichzeitig vorhanden.
Bezugszeit aller Signale ist Sonntag 0:00 Uhr. In den ĂŒbertragenen Nachrichten ist auch die Nummer der Woche enthalten. Diese Information ist allerdings fĂŒr die Ortsbestimmung nicht relevant. Die nĂ€chste Signaleinheit ist der Subframe. Ein Subframe hat eine zeitliche LĂ€nge von 6 s und trĂ€gt zu Beginn eine Nachricht, wie oft 6 s seit Sonntag 0 Uhr am Sendebeginn des nĂ€chsten Subframe vergangen sind. Die nĂ€chstkleinere Einheit ist das Word. Ein Subframe besteht aus 10 Words. Diese kleinere Einheit Word besteht aus 30 Nachrichtenbits. 24 Bits tragen die Nachrichten direkt, am Schluss jedes Words sind sechs ParitĂ€tsbits vorhanden, um den fehlerfreien Empfang zu kontrollieren. Die einzelnen Wörter tragen keine Information ĂŒber ihre Sendezeit, die Sendezeit des Word-Anfangs ergibt sich durch AbzĂ€hlen ihrer Stellung im Subframe. Ohne AbzĂ€hlen wĂ€re die Sendezeit des Word-Anfangs um 0,6 s mehrdeutig.
Jedes Nachrichtenbit dauert 0,02 s (= 20 ms) und enthĂ€lt natĂŒrlich auch keine weitere Information. Die genaue Zeitlage seines Beginns ergibt sich durch AbzĂ€hlen innerhalb des Wortes. Ohne AbzĂ€hlen wĂ€re die Sendezeit des Beginns jedes Nachrichtenbits um 20 ms mehrdeutig. Jedes Nachrichtenbit ist unterteilt in 20 Codeblöcke. Diese 20 Codeblöcke mit einer Dauer von 1 ms sind identisch und bestehen aus einer Folge von je 1023 Chips. Zur Unterscheidung von den Nachrichtenbits werden die Bits der CDMA-Codeblöcke als Chips bezeichnet. Da jeder Codeblock 1 ms dauert und auch keine Nachricht tragen kann, muss seine Zeit wieder durch AbzĂ€hlen bestimmt werden, innerhalb seines Bits, bzw. Words bzw. Subframes. Ohne AbzĂ€hlen wĂ€re die Sendezeit des Beginns jedes Codeblocks um 1 ms mehrdeutig.
Eine Folge von 1023 Chips kann auf 21023 (ca. 8,99 · 10307) Arten gebildet werden. Damit trotz der vielen Möglichkeiten die gewĂ€hlte Folge fĂŒr jeden Satelliten einzigartig ist, wird eine Folge aus den Gold-Codes benutzt. Gold-Codes haben eine LĂ€nge von 2n â 1 Bit. n ist dabei eine Ganzzahl, die bei GPS zu 10 gewĂ€hlt wurde. Die beiden Generatorpolynome vom Grad 10 weisen folgende Form auf:
G 1 = x 10 + x 3 + 1 {\displaystyle G_{1}=x^{10}+x^{3}+1}
G 2 = x 10 + x 9 + x 8 + x 6 + x 3 + x 2 + 1 {\displaystyle G_{2}=x^{10}+x^{9}+x^{8}+x^{6}+x^{3}+x^{2}+1}
Sie werden wie in nebenstehender Abbildung kombiniert. Dabei wird die konkrete Codefolge durch eine fixe Codephase am zweiten Generatorpolynom eingestellt, dies ist in der Abbildung durch die variablen Abgriffe am unteren LFSR schematisch dargestellt. In Summe sind 210 â 1 = 1023 Codephasen möglich, praktisch werden allerdings nicht alle Codephasen verwendet. In dem zugrunde liegenden Verfahren GPS-ICD-200 wurden 32 Codephasen ausgewĂ€hlt, wobei jeweils eine Codephase fix einem bestimmten GPS-Satelliten zugeordnet ist und die GPS PRN Number darstellt. Die 32 Codephasen wurden so ausgewĂ€hlt, dass sie zueinander eine minimale Kreuzkorrelation aufweisen.cite-ref-1[1]
Im EmpfĂ€nger wird fĂŒr jeden empfangenen Satelliten eine identische Gold-Code-Folge erzeugt. ZunĂ€chst haben die empfangene und die im EmpfĂ€nger selbst erzeugte Code-Folge keine zeitliche Beziehung. Um diese zeitliche Beziehung herzustellen, werden beide Folgen miteinander multipliziert und die Multiplikationsergebnisse addiert. Diese Prozedur wird als Autokorrelation bezeichnet. Wenn der zeitliche Unterschied variiert wird, Ă€ndert sich die Summe. Die Summe wird maximal, wenn die Folgen zeitlich ĂŒbereinstimmen. Die Code-Folgen wurden beim GPS so gewĂ€hlt, dass gesichert ist, dass nur bei der richtigen Code-Folge und bei der richtigen Zeitverschiebung das Maximum auftritt (Einzigartigkeit). Die im EmpfĂ€nger erzeugte Code-Folge kann mit einem Zeitfehler kleiner 1 ns an die empfangene Code-Folge, die vom Satelliten gesendet wurde, angepasst werden. Durch das AbzĂ€hlen in den Signaleinheiten und die Lage der momentanen Zeit im Codeblock ist der genaue Sendezeitpunkt bekannt.
ZusĂ€tzlich zu diesem auf einer Gold-Folge basierenden C/A-Code wird mit 50 bit/s die Navigationsnachricht in das L1-Signal mit hineinmoduliert. Sie besteht aus einem 50-Hz-Signal und enthĂ€lt Daten wie die Satellitenbahnen, Uhrenkorrekturen und andere Systemparameter (z. B. den Status der Satelliten, also ob in Ordnung oder fehlerhaft). Diese Daten werden stĂ€ndig von jedem Satelliten ĂŒbermittelt. Daraus erhĂ€lt der GPS-EmpfĂ€nger sein Datum, die ungefĂ€hre Uhrzeit und die Positionen der Satelliten.
Modulation des GPS-Signals auf den TrĂ€ger Zur Ăbertragung wird das binĂ€re Signal auf eine TrĂ€gerfrequenz moduliert, deren Phase je nach Signalwert (0 oder 1) um 180° gedreht wird. Bei einer 0 wird die TrĂ€gerfrequenz direkt, bei einer 1 die um 180° phasenverschobene TrĂ€gerfrequenz gesendet.
Bestimmung der Sendezeitpunkte
Der EmpfĂ€nger erzeugt fĂŒr jeden Satelliten eine eigene Codefolge und verschiebt diese Codefolgen so, dass jede Codefolge maximal mit dem dazugehörigen Satelliten ĂŒbereinstimmt. Damit ist die zeitliche Lage jedes Satellitensignals am Empfangsort bekannt.
Im Bild sind von den gleichzeitig empfangenen Satellitensignalen nur die Signale von zwei Satelliten dargestellt (rot und grĂŒn). Ein Bit der GPS-Nachricht ist 20 Codeblöcke lang (von denen jeder 1023 Chips (CDMA-Codebits) lang ist). Dargestellt sind hier nur fĂŒnf Codeblöcke. FĂŒr die Betrachtung ist weder von Bedeutung zu welcher Zeit der EmpfĂ€nger die Auswertung vornimmt (magenta) noch welche absolute EmpfĂ€ngerzeit vorliegt (Beschriftung der blauen Zeitachse). FĂŒr die Auswertung muss nur die Zeit des Beginns eines Codeblocks im Satelliten bekannt sein, und der EmpfĂ€nger muss nur die Zeit zwischen Auswertezeitpunkt und Beginn eines Codeblocks messen. Die Sendezeit des Codeblocks wird durch Auswertung der Satellitennachricht bestimmt.
Nach der Bestimmung der Lage des Empfangszeitpunkts innerhalb eines Codeblocks muss nun die Lage des Codeblocks zu Sonntag 0 Uhr bestimmt werden. Dazu muss der EmpfĂ€nger von der Einheit Codeblock rĂŒckwĂ€rts immer die nĂ€chstgröĂere Einheit bestimmen:
⹠Zuerst wird bestimmt, bei welchen aufeinanderfolgenden Codeblöcken die Reihenfolge zwischen Einsen (mit dazwischen liegenden Nullen) und Nullen (mit dazwischen liegenden Einsen) wechselt. Dieser Wechsel ist der Anfang eines Nachrichtenbits. Damit ist der Abstand zu Sonntag 0 Uhr mit einer Unsicherheit von Vielfachen von 20 ms bestimmt. Ein Wechsel muss nicht nach spÀtestens 20 ms erfolgen, da es mehrere aufeinanderfolgende Nullen oder Einsen geben kann, sodass nicht alle 20 ms ein solcher Wechsel erfolgt. Aber in einer Dauer von 0,6 s (Dauer einer WordlÀnge) sind wegen der ParitÀtsbits mit Sicherheit mehrere Bitwechsel. Nachdem die Bitgrenze erkannt ist, können die Bits empfangen und gespeichert werden. In dieser Bitfolge ist nun die Lage der Subframes zu bestimmen, von der jeder 300 bit lang ist.
âą Danach wird die Lage eines Subframe identifiziert. Dazu braucht der EmpfĂ€nger die doppelte SubframelĂ€nge, also mindestens 600 empfangene Bits, die er in 12 s empfĂ€ngt. Aus der gespeicherten Bitfolge nimmt der EmpfĂ€nger einen Block von 600 Bits und sucht in diesem Block nach der Bitfolge 10001011. Diese Bitfolge ist im ersten Word jedes Subframe enthalten. Dieses erste Word wird als TLM-Word (= Telemetry-Word) bezeichnet. Die gesuchte Bitfolge, die im TLM-Word enthalten ist, wird als Preamble bezeichnet. Mit der Identifizierung dieser Bitfolge ist der Beginn jedes Subframe und jedes Wortes bekannt, da alle Wörter jeweils 30 bit lang sind. Da allerdings die Bitfolge 10001011 auch in der ĂŒbrigen Nachricht auftreten kann, mĂŒssen zur ĂberprĂŒfung, ob es wirklich der Beginn des TLM-Words ist, noch zwei PrĂŒfungen erfolgen. Erstens: wenn es sich bei der gefundenen Bitfolge tatsĂ€chlich um die Preamble handelt, sind die 6 Paritybits am Ende jedes Words richtig, und zweitens muss alle 300 Bit (6 s) ein neuer Subframe kommen, der immer mit einem TLM-Word beginnt. Wenn die PrĂŒfung erfolgreich ist, ist damit der Beginn jedes Subframes in der EmpfĂ€ngerzeit bekannt. Die Sendezeit jedes Framebeginns im Satelliten ist noch unsicher in Vielfachen von 6 s. Wenn der EmpfĂ€nger eine ggf. falsche Identifizierung feststellt, wird in dem 600-Bit-Block nach einer weiteren 10001011-Folge gesucht und ĂŒberprĂŒft, ob es sich nun um die Preamble handelt. Zur Identifizierung wie oft 6 s seit Sonntag 0 Uhr vergangen sind, wird das dem TLM-Word folgende HOW (Hand over Word) ausgewertet. Die ersten 17 Bits des HOW geben die Zeit des Beginns des nachfolgenden Subframes als ganzzahlige ZĂ€hlzahl von 6 s seit Sonntag 0 Uhr an. Damit ist in der EmpfĂ€ngerzeit immer bekannt, wann jede Aussendung in der GPS-Zeit erfolgt, da die eben beschriebene Prozedur bei jedem empfangenen Signal eines Satelliten erfolgt.
Bestimmung der Satellitenorte zum Sendezeitpunkt
In der Satellitennachricht sind die Bahnparameter jedes Satelliten enthalten. Mit ihnen und der Sendezeit kann fĂŒr jede Sendezeit der Satellitenort berechnet werden.
Ablauf der Zeitbestimmung
Zuerst verschiebt der EmpfÀnger in der empfÀngereigenen Zeit (EmpfÀngerzeit) den im EmpfÀnger selbst erzeugten Codeblock jeweils um einen Chip so lange (im Bereich von 1 ms), bis das Korrelationsmaximum auftritt. Die Verschiebung erfolgt mit einer Verzögerungsregelschleife. Damit ist zeitlich der Beginn jedes Codeblocks in der EmpfÀngerzeit bekannt (entspricht der Ankunftszeit), und die Sendezeit ist unsicher in Vielfachen von 1 ms.
Beim im zivilen Bereich eingesetzten CA-Code werden 20 Codeblöcke mit jeweils 1023 Chips (CDMA-Codebits) pro 20 ms gesendet. Die Messung der Zeitdifferenz kann bei bitgenauer Korrelation folglich auf 1/1023 ms genau erfolgen (9,775 · 10â7 s). Bei einer angenommenen Ausbreitungsgeschwindigkeit von 299.792.458 m/s (Lichtgeschwindigkeit im Vakuum) ergĂ€be sich eine maximale Genauigkeit der Abstandsmessung von 293 m. Moderne GPS-EmpfĂ€nger können einen beliebigen Zeitpunkt zwischen Beginn (steigende Flanke) und Ende (fallende Flanke) eines Bits auf 1 % der BitlĂ€nge genau bestimmen. Damit wĂ€re die Entfernung s zum Satelliten auf 2,93 m genau bestimmbar: s = 1 % · 299.792.458 m/s · 1/1023 · 10â3 s. FĂŒr den ausschlieĂlich militĂ€rischen Gebrauch kommt das verschlĂŒsselte P(Y)-Signal mit einer um den Faktor 10 höheren Chiprate zum Einsatz, folglich sind Genauigkeiten bei der Abstandsmessung von ca. 30 cm möglich.
Nun sucht der EmpfĂ€nger nach Bitwechseln in der Navigationsnachricht. Die Dauer eines Bits betrĂ€gt 20 ms woraus eine Ăbertragungsrate von 50 Bits pro Sekunde folgt. Wenn 0-Bits oder 1-Bits aufeinanderfolgen, kann kein Wechsel festgestellt werden. Da aber die Navigationsnachricht mit Sicherheit nicht nur aus fortlaufenden 0 oder fortlaufenden 1 besteht, taucht irgendwann ein Bitwechsel auf. Der Zeitpunkt des Auftretens dieses Bitwechsels ist damit in der EmpfĂ€ngerzeit bekannt. Wegen des 20-ms-Zeit-Rasters ist damit auĂerdem auch die Sendezeit jedes Bitwechsels nur noch unsicher in Vielfachen von 20 ms.
Der EmpfÀnger speichert nun die empfangene Bitfolge. In der EmpfÀngerzeit ist der Beginn jedes Bits genau bekannt (auf weniger als 1 ns).
In dem erhaltenen Bitstrom nimmt der EmpfĂ€nger einen Block von mindestens 330 Bits (= 10 + 1 Wörter = 6,6 s) und sucht in dem Block nach der Bitfolge 10001011 (genauer auch noch nach 01110100, weil anfangs noch nicht bekannt ist, was 0 und was 1 ist). Diese Bitfolge ist die Preamble im TLM-Word (Telemetry-Word). Mit der Identifizierung dieser Bitfolge ist der Beginn jedes TLM-Wortes bekannt, da alle TLM-Wörter jeweils 30 bit lang sind. Da allerdings die Bitfolge 10001011 auch in der ĂŒbrigen Nachricht auftreten kann, mĂŒssen zur ĂberprĂŒfung, ob es wirklich der Beginn des TLM-Words ist, noch zwei weitere PrĂŒfungen erfolgen: Erstens, wenn es sich bei der gefundenen Bitfolge tatsĂ€chlich um die Preamble handelt, sind die 6 Paritybits am Ende jedes TLM-Words richtig, und zweitens muss alle 300 Bits (6 s) ein neuer Subframe kommen, der immer mit dem TLM-Word beginnt. Wenn die PrĂŒfung erfolgreich ist, ist damit der Beginn jedes Subframes in der EmpfĂ€ngerzeit bekannt. Die Sendezeit jedes Subframebeginns ist so nur noch unsicher in Vielfachen von 6 s.
Wenn der EmpfĂ€nger eine ggf. falsche Identifizierung feststellt, wird in dem 330-Bit-Block nach einer weiteren 10001011-Folge gesucht und ĂŒberprĂŒft, ob es sich nun um die Preamble handelt.
Nun wird das dem TLM-Word folgende HOW-Word (Hand over Word) ausgewertet. Die ersten 17 Bits geben die Zeit des Beginns des nachfolgenden Subframes als ganzzahlige ZĂ€hlzahl von 6 s seit Sonntag 0 Uhr an.
Die empfangenen Bits wurden synchron zum Zeitrahmen der Satellitenzeit (interne Zeit von jedem einzelnen Satelliten) ausgesendet. Da die Satellitenzeit nicht exakt identisch mit der GPS-Systemzeit ist, werden in der Navigationsnachricht Korrekturwerte zur Zeitbestimmung im Subframe 1 mit ĂŒbertragen. Anhand der Zeitkorrekturwerte kann die genaue GPS-Zeit der Aussendung berechnet werden.
Damit ist in der EmpfÀngerzeit immer bekannt, wann jede Aussendung in der GPS-Zeit erfolgt, da die eben beschriebene Prozedur bei jedem empfangenen Satelliten erfolgt.
Nun wird zu einem beliebigen EmpfĂ€ngerzeitpunkt t 0 â â {\displaystyle t_{0}^{*}} (der EmpfĂ€nger wird natĂŒrlich sofort beginnen, wenn alle notwendigen Informationen eingetroffen sind) fĂŒr diesen EmpfĂ€ngerzeitpunkt die Sendezeitpunkte aller empfangenen Satelliten berechnet.
Mit Hilfe der weiteren Informationen in den Nachrichten (Ephemeridendaten) wird fĂŒr jeden Satelliten die dreidimensionale Position des Satelliten zum jeweiligen Sendezeitpunkt berechnet.
Damit ist fĂŒr diesen beliebig gewĂ€hlten EmpfĂ€ngerzeitpunkt alles Notwendige bekannt: Die Orte der Satelliten und die Sendezeitpunkte in GPS-Systemzeit und in EmpfĂ€ngerzeit. Die Differenz zwischen Sende- und Empfangszeitpunkt ergibt die Laufzeit, die immer noch fehlerbehaftet ist, da die EmpfĂ€ngeruhr nicht mit der GPS-Systemzeit synchronisiert ist. Der Zeitfehler der EmpfĂ€ngeruhr ist fĂŒr alle Satelliten gleich und fĂ€llt deshalb bei Differenzbildungen zwischen den Sendezeitpunkten der empfangenen Satelliten heraus.
In die GPS-Grundgleichungen werden nun die 3D-Positionen der Satelliten und die Sendezeitpunkte in der GPS-Zeit eingesetzt und das Gleichungssystem gelöst. Als Ergebnis erhÀlt man die dazugehörige Empfangszeit t 0 {\displaystyle t_{0}} in der GPS-Zeit und die EmpfÀngerkoordinaten.
Orts- und Zeitbestimmung des EmpfÀngers
Mit den jetzt bekannten Sendezeitpunkten und -orten der empfangenen Signale wird der EmpfĂ€ngerort bestimmt. Die Uhrzeiten des Empfangs mĂŒssen weder in der GPS-Systemzeit noch in der EmpfĂ€ngerzeit bekannt sein. Bei der Synchronisierung wird dem Empfangsmoment die EmpfĂ€ngeruhrzeit t 0 â â {\displaystyle t_{0}^{*}} zugeordnet. Im Gleichungssystem reichen diese Daten, um die EmpfĂ€ngerkoordinaten und den Empfangszeitpunkt in der GPS-Systemzeit zu bestimmen.
Nach Lösung der GPS-Grundgleichungen kennt der EmpfĂ€nger seine Koordinaten (genauer: die Koordinaten der Empfangsantenne) und den Empfangszeitpunkt t 0 {\displaystyle t_{0}} in der GPS-Zeit. Damit kann er prinzipiell seine EmpfĂ€ngeruhr mit der Differenz t 0 â â â â t 0 {\displaystyle t_{0}^{*}-t_{0}} auf die GPS-Systemzeit stellen (synchronisieren), aber das ist nur notwendig, wenn der GPS-EmpfĂ€nger als Zeitnormal dienen soll. Die GPS-Zeit und die UTC-Zeit waren bei Inbetriebnahme von GPS identisch. Die Anzahl der Schaltsekunden, die seitdem zusĂ€tzlich vergangen sind, werden in den Satellitennachrichten ĂŒbertragen.
Signalstörungen
IonosphÀrenkorrektur
Beim Durchlaufen der IonosphÀre erleiden Radiowellen eine Verzögerung, die (im Gegensatz zu Lichtwellen) vom Elektronengehalt (TEC) entlang des Signalweges und von der verwendeten Frequenz abhÀngt. Sie macht im Allgemeinen wenige Meter, in ExtremfÀllen aber bis zu 50 Meter aus. Da sich der TEC nur schwierig modellieren lÀsst, benutzt man zwei Frequenzen und bestimmt die Korrektur durch deren kleinen Unterschied in der Laufzeit. Beim GPS-System unterscheiden sich die beiden Frequenzen zwar nicht stark (L1-Frequenz = 1575,42 MHz, L2-Frequenz = 1227,60 MHz), doch wirkt die Verzögerung quadratisch zum Quotienten und lÀsst sich daher ausreichend genau bestimmen.
Die Refraktion in der TroposphÀre wird hingegen durch meteorologische Modelle (aus dem Verlauf von Druck, Temperatur und Luftfeuchte) berechnet.
BerĂŒcksichtigung unvermeidbarer Signalstörungen
Die Zeit könnte theoretisch durch AuszĂ€hlen der Bits in den Codeblöcken noch genauer bestimmt werden. Beim Empfangssignal geht das nicht, weil den einzelnen Chips der empfangenen Codefolge ein starkes Rauschen ĂŒberlagert ist. Ursache ist die geringe Sendeleistung der Satelliten, die notwendige groĂe EmpfĂ€ngerbandbreite und die unbekannte Richtung des Senders (deswegen kann keine groĂe Satellitenantenne verwendet werden).
Die Sendeleistung der GPS-Satelliten ist wegen der begrenzten Möglichkeiten der Energieversorgung Ă€hnlich wie bei Fernsehsatelliten nur gering (HĂ€lfte der Astra-Satelliten, also um die 50 Watt). Der EmpfĂ€nger muss wegen der schnellen Folge der Zeichen (ca. alle ”s) eine groĂe Bandbreite haben. Deshalb hat das Empfangssignal einen so hohen Rauschanteil, dass die gesuchten Signale im Rauschen untergehen.
Die Korrelation erfolgt deshalb in der Regel so, dass das verrauschte Signal mit der empfĂ€ngereigenen Codefolge multipliziert wird. Die erforderliche Summation erfolgt mit dem multiplizierten Signal. Das ist ein Gleichsignal und deshalb kann es ĂŒber eine lĂ€ngere Zeit summiert werden. Durch diese lange Zeit mittelt sich das Rauschen â und es bleibt nur ein kleiner Rest. Dadurch hebt sich das korrelierte Signal aus dem Rauschen heraus. Dadurch, dass alle Satelliten auf der gleichen Frequenz senden, laufen die Signale auch im EmpfĂ€nger sehr lange durch die gleichen EmpfĂ€ngerbausteine, deshalb stören die Laufzeiten im EmpfĂ€nger die Bestimmung der Laufzeitdifferenzen nicht.
BerĂŒcksichtigung vermeidbarer Signalstörungen
Zu diesen Störungen gehörten vor allem die Mehrwegeausbreitung (englisch multipath), die eine Vermischung des direkten Satellitensignals mit reflektierten Umwegesignalen der nahen Umgebung darstellt. Solche Spiegelungen der Radiowellen entstehen vor allem an GebÀuden und metallischen FlÀchen mit entsprechender Reflexionsrichtung, teilweise auch durch nasses Laub.
Multipath-Effekte können einige Zentimeter bis Dezimeter ausmachen, was die Genauigkeit prĂ€ziser GPS-Ortungen erheblich ĂŒbertrifft. Sie machen sich in kleinen, halbperiodischen SprĂŒngen der angezeigten Position bemerkbar und lassen sich nicht gĂ€nzlich vermeiden; verringert werden sie durch einen geeigneten Aufstellungsort der Antenne und eine nach unten abschirmende Grundplatte, auf der die Antenne sitzt.
GPS-Positionsbestimmung
Die gleichzeitige Signal-Laufzeitmessung zu vier Satelliten liefert vier BestimmungsgröĂen, aus denen theoretisch drei Raumkoordinaten x {\displaystyle x} , y {\displaystyle y} , z {\displaystyle z} und die Zeit t {\displaystyle t} bestimmt werden. Bei Kenntnis des Referenzsystems, bei GPS ist es das WGS84, werden daraus terrestrische Koordinaten Breite und LĂ€nge berechnet. Ohne Korrekturdaten fĂŒr das Geoid betrĂ€gt der absolute Höhenfehler mehrere Hundert Meter.
In der Praxis ist ein 4-Kanal-GPS-EmpfĂ€nger wegen des hohen Signalrauschens unbrauchbar. Stattdessen werden die Signale aller empfangenen Satelliten ausgewertet. Eine Kalman-Filterung optimiert die Lösung des fehlerbehafteten ĂŒberbestimmten Gleichungssystems.
Lösungsverfahren fĂŒr 4 Gleichungen mit 4 Unbekannten
Der GPS-EmpfÀnger befinde sich zur GPS-Systemzeit t 0 {\displaystyle t_{0}} an einem Ort mit den Koordinaten x 0 , y 0 , z 0 {\displaystyle x_{0},~y_{0},~z_{0}} und empfange die Funksignale der vier Satelliten zu den Systemzeiten t n ( n = 1..4 ) {\displaystyle t_{n}(n=1..4)} . Die Vereinfachung besteht darin, dass die Ausbreitungsgeschwindigkeit als konstant und die Ausbreitungsrichtung gradlinig angenommen wird.
Ein MehrkanalempfĂ€nger kann alle Satelliten gleichzeitig empfangen, da sie ununterbrochen senden. Einkanal-GerĂ€te empfangen die Signale nacheinander und korrigieren die Zeitunterschiede entsprechend (Empfangszeit positiv, bzw. Sendezeitpunkt negativ). FĂŒr die Positionsbestimmung des EmpfĂ€ngers werden mindestens 4 Satelliten benötigt. Bei mehr als 4 empfangenen Satelliten Ă€ndert sich am Rechengang wenig, doch sind die Gleichungen ĂŒberbestimmt, weil mehr Gleichungen als Unbekannte vorhanden sind. Ăberbestimmte Gleichungssysteme werden nach den Methoden der Ausgleichsrechnung behandelt.
Die vier angenommenen Satelliten emittieren ihre Signale zur Systemzeit t 0 {\displaystyle t_{0}} an den Orten x n , y n , z n {\displaystyle x_{n},~y_{n},~z_{n}} ; der Index n {\displaystyle n} lÀuft von 1 bis 4. Das Signal breite sich mit Lichtgeschwindigkeit c {\displaystyle c} aus. Die Grundgleichungen ergeben sich durch Gleichsetzung der 4 Entfernungen zwischen den Satelliten und dem EmpfÀnger in kartesischen Koordinaten und den 4 Distanzen aus der Laufzeitmessung, d. h. der Zeitdifferenz zwischen Sendung und Empfang multipliziert mit der Lichtgeschwindigkeit. Um keine Wurzeln zu benötigen, werden die Gleichungen in Quadratform geschrieben:
( x 1 â â x 0 ) 2 + ( y 1 â â y 0 ) 2 + ( z 1 â â z 0 ) 2 = [ c ( t 1 â â t 0 ) ] 2 ( 1 ) ( x 2 â â x 0 ) 2 + ( y 2 â â y 0 ) 2 + ( z 2 â â z 0 ) 2 = [ c ( t 2 â â t 0 ) ] 2 ( 2 ) ( x 3 â â x 0 ) 2 + ( y 3 â â y 0 ) 2 + ( z 3 â â z 0 ) 2 = [ c ( t 3 â â t 0 ) ] 2 ( 3 ) ( x 4 â â x 0 ) 2 + ( y 4 â â y 0 ) 2 + ( z 4 â â z 0 ) 2 = [ c ( t 4 â â t 0 ) ] 2 ( 4 ) {\displaystyle {\begin{matrix}(x_{1}-x_{0})^{2}+(y_{1}-y_{0})^{2}+(z_{1}-z_{0})^{2}=[c(t_{1}-t_{0})]^{2}\quad (1)\\(x_{2}-x_{0})^{2}+(y_{2}-y_{0})^{2}+(z_{2}-z_{0})^{2}=[c(t_{2}-t_{0})]^{2}\quad (2)\\(x_{3}-x_{0})^{2}+(y_{3}-y_{0})^{2}+(z_{3}-z_{0})^{2}=[c(t_{3}-t_{0})]^{2}\quad (3)\\(x_{4}-x_{0})^{2}+(y_{4}-y_{0})^{2}+(z_{4}-z_{0})^{2}=[c(t_{4}-t_{0})]^{2}\quad (4)\\\end{matrix}}}
Die Lösung dieses Gleichungssystems liefert den Sendezeitpunkt t 0 {\displaystyle t_{0}} und die 3 Koordinaten x 0 {\displaystyle x_{0}} , y 0 {\displaystyle y_{0}} und z 0 {\displaystyle z_{0}} .
Anmerkung: In der Literatur wird das Gleichungssystem oft iterativ gelöst und das Iterationsverfahren physikalisch interpretiert. FĂŒr t i â â t 0 {\displaystyle t_{i}-t_{0}} wird dazu verwendet Î Î t i = t i â â t 0 {\displaystyle \Delta t_{i}=t_{i}-t_{0}} . Die Iteration des Gleichungssystems erfolgt dann mit unterschiedlichen Startwerten. Meist wird ein ungefĂ€hrer Ort fĂŒr den EmpfĂ€nger angenommen; im ersten Schritt werden die Laufzeiten Î Î t i {\displaystyle \Delta t_{i}} fĂŒr diesen Startort berechnet und mit Î Î t i {\displaystyle \Delta t_{i}} seine Koordinaten verbessert. Damit werden genauere Laufzeiten bestimmt und mit diesen wieder verbesserte Koordinaten. Ein anderes Iterationsverfahren nimmt als Startwert fĂŒr die Laufzeiten einheitlich ca. 70 ms an. Im weiteren Berechnungsverlauf unterscheiden sich beide Iterationsverfahren nicht mehr. In der Regel ist nach 3 bis 4 Iterationen die Lösung ausreichend genau.
Diese Iterationsverfahren sind nicht notwendig. Wie im Folgenden gezeigt wird, ist auch eine geschlossene Lösung möglich.
Ausmultipliziert ergeben die Gleichungen (1) bis (4):
x 1 2 â â 2 x 1 x 0 + x 0 2 + y 1 2 â â 2 y 1 y 0 + y 0 2 + z 1 2 â â 2 z 1 z 0 + z 0 2 = c 2 t 1 2 â â 2 c 2 t 1 t 0 + c 2 t 0 2 ( 5 ) x 2 2 â â 2 x 2 x 0 + x 0 2 + y 2 2 â â 2 y 2 y 0 + y 0 2 + z 2 2 â â 2 z 2 z 0 + z 0 2 = c 2 t 2 2 â â 2 c 2 t 2 t 0 + c 2 t 0 2 ( 6 ) x 3 2 â â 2 x 3 x 0 + x 0 2 + y 3 2 â â 2 y 3 y 0 + y 0 2 + z 3 2 â â 2 z 3 z 0 + z 0 2 = c 2 t 3 2 â â 2 c 2 t 3 t 0 + c 2 t 0 2 ( 7 ) x 4 2 â â 2 x 4 x 0 + x 0 2 + y 4 2 â â 2 y 4 y 0 + y 0 2 + z 4 2 â â 2 z 4 z 0 + z 0 2 = c 2 t 4 2 â â 2 c 2 t 4 t 0 + c 2 t 0 2 ( 8 ) {\displaystyle {\begin{matrix}x_{1}^{2}-2x_{1}x_{0}+x_{0}^{2}+y_{1}^{2}-2y_{1}y_{0}+y_{0}^{2}+z_{1}^{2}-2z_{1}z_{0}+z_{0}^{2}=\\c^{2}t_{1}^{2}-2c^{2}t_{1}t_{0}+c^{2}t_{0}^{2}\qquad \qquad (5)\\\\x_{2}^{2}-2x_{2}x_{0}+x_{0}^{2}+y_{2}^{2}-2y_{2}y_{0}+y_{0}^{2}+z_{2}^{2}-2z_{2}z_{0}+z_{0}^{2}=\\c^{2}t_{2}^{2}-2c^{2}t_{2}t_{0}+c^{2}t_{0}^{2}\qquad \qquad (6)\\\\x_{3}^{2}-2x_{3}x_{0}+x_{0}^{2}+y_{3}^{2}-2y_{3}y_{0}+y_{0}^{2}+z_{3}^{2}-2z_{3}z_{0}+z_{0}^{2}=\\c^{2}t_{3}^{2}-2c^{2}t_{3}t_{0}+c^{2}t_{0}^{2}\qquad \qquad (7)\\\\x_{4}^{2}-2x_{4}x_{0}+x_{0}^{2}+y_{4}^{2}-2y_{4}y_{0}+y_{0}^{2}+z_{4}^{2}-2z_{4}z_{0}+z_{0}^{2}=\\c^{2}t_{4}^{2}-2c^{2}t_{4}t_{0}+c^{2}t_{0}^{2}\qquad \qquad (8)\\\end{matrix}}}
Nun wird die 4. Gleichung von den ersten 3 subtrahiert. Dadurch fallen alle quadratischen Unbekannten weg:
x 1 2 â â x 4 2 â â 2 ( x 1 â â x 4 ) x 0 + y 1 2 â â y 4 2 â â 2 ( y 1 â â y 4 ) y 0 + z 1 2 â â z 4 2 â â 2 ( z 1 â â z 4 ) z 0 = c 2 t 1 2 â â c 2 t 4 2 â â 2 c 2 ( t 1 â â t 4 ) t 0 ( 9 ) x 2 2 â â x 4 2 â â 2 ( x 2 â â x 4 ) x 0 + y 2 2 â â y 4 2 â â 2 ( y 2 â â y 4 ) y 0 + z 2 2 â â z 4 2 â â 2 ( z 2 â â z 4 ) z 0 = c 2 t 2 2 â â c 2 t 4 2 â â 2 c 2 ( t 2 â â t 4 ) t 0 ( 10 ) x 3 2 â â x 4 2 â â 2 ( x 3 â â x 4 ) x 0 + y 3 2 â â y 4 2 â â 2 ( y 3 â â y 4 ) y 0 + z 3 2 â â z 4 2 â â 2 ( z 3 â â z 4 ) z 0 = c 2 t 3 2 â â c 2 t 4 2 â â 2 c 2 ( t 3 â â t 4 ) t 0 ( 11 ) {\displaystyle {\begin{matrix}x_{1}^{2}-x_{4}^{2}-2(x_{1}-x_{4})x_{0}+y_{1}^{2}-y_{4}^{2}-2(y_{1}-y_{4})y_{0}+z_{1}^{2}-z_{4}^{2}-2(z_{1}-z_{4})z_{0}=\\c^{2}t_{1}^{2}-c^{2}t_{4}^{2}-2c^{2}(t_{1}-t_{4})t_{0}\qquad \qquad (9)\\\\x_{2}^{2}-x_{4}^{2}-2(x_{2}-x_{4})x_{0}+y_{2}^{2}-y_{4}^{2}-2(y_{2}-y_{4})y_{0}+z_{2}^{2}-z_{4}^{2}-2(z_{2}-z_{4})z_{0}=\\c^{2}t_{2}^{2}-c^{2}t_{4}^{2}-2c^{2}(t_{2}-t_{4})t_{0}\qquad \qquad (10)\\\\x_{3}^{2}-x_{4}^{2}-2(x_{3}-x_{4})x_{0}+y_{3}^{2}-y_{4}^{2}-2(y_{3}-y_{4})y_{0}+z_{3}^{2}-z_{4}^{2}-2(z_{3}-z_{4})z_{0}=\\c^{2}t_{3}^{2}-c^{2}t_{4}^{2}-2c^{2}(t_{3}-t_{4})t_{0}\qquad \qquad (11)\\\end{matrix}}}
Umgeordnet wird daraus:
2 ( x 1 â â x 4 ) x 0 + 2 ( y 1 â â y 4 ) y 0 + 2 ( z 1 â â z 4 ) z 0 = x 1 2 â â x 4 2 + y 1 2 â â y 4 2 + z 1 2 â â z 4 2 â â ( c 2 t 1 2 â â c 2 t 4 2 ) + 2 c 2 ( t 1 â â t 4 ) t 0 ( 12 ) 2 ( x 2 â â x 4 ) x 0 + 2 ( y 2 â â y 4 ) y 0 + 2 ( z 2 â â z 4 ) z 0 = x 2 2 â â x 4 2 + y 2 2 â â y 4 2 + z 2 2 â â z 4 2 â â ( c 2 t 2 2 â â c 2 t 4 2 ) + 2 c 2 ( t 2 â â t 4 ) t 0 ( 13 ) 2 ( x 3 â â x 4 ) x 0 + 2 ( y 3 â â y 4 ) y 0 + 2 ( z 3 â â z 4 ) z 0 = x 3 2 â â x 4 2 + y 3 2 â â y 4 2 + z 3 2 â â z 4 2 â â ( c 2 t 3 2 â â c 2 t 4 2 ) + 2 c 2 ( t 3 â â t 4 ) t 0 ( 14 ) {\displaystyle {\begin{matrix}2(x_{1}-x_{4})x_{0}+2(y_{1}-y_{4})y_{0}+2(z_{1}-z_{4})z_{0}=\\x_{1}^{2}-x_{4}^{2}+y_{1}^{2}-y_{4}^{2}+z_{1}^{2}-z_{4}^{2}-(c^{2}t_{1}^{2}-c^{2}t_{4}^{2})+2c^{2}(t_{1}-t_{4})t_{0}\quad (12)\\\\2(x_{2}-x_{4})x_{0}+2(y_{2}-y_{4})y_{0}+2(z_{2}-z_{4})z_{0}=\\x_{2}^{2}-x_{4}^{2}+y_{2}^{2}-y_{4}^{2}+z_{2}^{2}-z_{4}^{2}-(c^{2}t_{2}^{2}-c^{2}t_{4}^{2})+2c^{2}(t_{2}-t_{4})t_{0}\quad (13)\\\\2(x_{3}-x_{4})x_{0}+2(y_{3}-y_{4})y_{0}+2(z_{3}-z_{4})z_{0}=\\x_{3}^{2}-x_{4}^{2}+y_{3}^{2}-y_{4}^{2}+z_{3}^{2}-z_{4}^{2}-(c^{2}t_{3}^{2}-c^{2}t_{4}^{2})+2c^{2}(t_{3}-t_{4})t_{0}\quad (14)\\\end{matrix}}}
Durch die Reduktion auf 3 Gleichungen fĂŒr immer noch 4 Unbekannte ist dieses Gleichungssystem zunĂ€chst unterbestimmt. Es lĂ€sst sich daher als funktionale AbhĂ€ngigkeit der gesuchten Koordinaten von einer Variablen t 0 {\displaystyle t_{0}} interpretieren. Da es sich um ein lineares Gleichungssystem handelt, ist auch diese AbhĂ€ngigkeit linear, d. h. sie hat die Form
x 0 = x 00 + x 0 t t 0 y 0 = y 00 + y 0 t t 0 z 0 = z 00 + z 0 t t 0 ( 15 ) {\displaystyle {\begin{matrix}x_{0}=x_{00}+x_{0t}t_{0}&&y_{0}=y_{00}+y_{0t}t_{0}&&z_{0}=z_{00}+z_{0t}t_{0}\qquad (15)\\\end{matrix}}}
mit entsprechenden Konstanten x 00 {\displaystyle x_{00}} , x 0 t {\displaystyle x_{0t}} usw. Setzt man diese AusdrĂŒcke in die 3 Gleichungen ein, und eliminiert damit die gesuchten Koordinaten, so enthalten sie auĂer der Variablen t 0 {\displaystyle t_{0}} nur noch konstante GröĂen. Diese 3 Gleichungen mĂŒssen daher fĂŒr die konstanten Terme und die Vorfaktoren von t 0 {\displaystyle t_{0}} separat gelten. Man erhĂ€lt damit die beiden Gleichungssysteme
2 ( x 1 â â x 4 ) x 00 + 2 ( y 1 â â y 4 ) y 00 + 2 ( z 1 â â z 4 ) z 00 = x 1 2 â â x 4 2 + y 1 2 â â y 4 2 + z 1 2 â â z 4 2 â â ( c 2 t 1 2 â â c 2 t 4 2 ) ( 16 ) 2 ( x 2 â â x 4 ) x 00 + 2 ( y 2 â â y 4 ) y 00 + 2 ( z 2 â â z 4 ) z 00 = x 2 2 â â x 4 2 + y 2 2 â â y 4 2 + z 2 2 â â z 4 2 â â ( c 2 t 2 2 â â c 2 t 4 2 ) ( 17 ) 2 ( x 3 â â x 4 ) x 00 + 2 ( y 3 â â y 4 ) y 00 + 2 ( z 3 â â z 4 ) z 00 = x 3 2 â â x 4 2 + y 3 2 â â y 4 2 + z 3 2 â â z 4 2 â â ( c 2 t 3 2 â â c 2 t 4 2 ) ( 18 ) 2 ( x 1 â â x 4 ) x 0 t + 2 ( y 1 â â y 4 ) y 0 t + 2 ( z 1 â â z 4 ) z 0 t = 2 c 2 ( t 1 â â t 4 ) ( 19 ) 2 ( x 2 â â x 4 ) x 0 t + 2 ( y 2 â â y 4 ) y 0 t + 2 ( z 2 â â z 4 ) z 0 t = 2 c 2 ( t 2 â â t 4 ) ( 20 ) 2 ( x 3 â â x 4 ) x 0 t + 2 ( y 3 â â y 4 ) y 0 t + 2 ( z 3 â â z 4 ) z 0 t = 2 c 2 ( t 3 â â t 4 ) ( 21 ) {\displaystyle {\begin{matrix}2(x_{1}-x_{4})x_{00}+2(y_{1}-y_{4})y_{00}+2(z_{1}-z_{4})z_{00}=\\x_{1}^{2}-x_{4}^{2}+y_{1}^{2}-y_{4}^{2}+z_{1}^{2}-z_{4}^{2}-(c^{2}t_{1}^{2}-c^{2}t_{4}^{2})\qquad \qquad (16)\\\\2(x_{2}-x_{4})x_{00}+2(y_{2}-y_{4})y_{00}+2(z_{2}-z_{4})z_{00}=\\x_{2}^{2}-x_{4}^{2}+y_{2}^{2}-y_{4}^{2}+z_{2}^{2}-z_{4}^{2}-(c^{2}t_{2}^{2}-c^{2}t_{4}^{2})\qquad \qquad (17)\\\\2(x_{3}-x_{4})x_{00}+2(y_{3}-y_{4})y_{00}+2(z_{3}-z_{4})z_{00}=\\x_{3}^{2}-x_{4}^{2}+y_{3}^{2}-y_{4}^{2}+z_{3}^{2}-z_{4}^{2}-(c^{2}t_{3}^{2}-c^{2}t_{4}^{2})\qquad \qquad (18)\\\\2(x_{1}-x_{4})x_{0t}+2(y_{1}-y_{4})y_{0t}+2(z_{1}-z_{4})z_{0t}=2c^{2}(t_{1}-t_{4})\qquad (19)\\2(x_{2}-x_{4})x_{0t}+2(y_{2}-y_{4})y_{0t}+2(z_{2}-z_{4})z_{0t}=2c^{2}(t_{2}-t_{4})\qquad (20)\\2(x_{3}-x_{4})x_{0t}+2(y_{3}-y_{4})y_{0t}+2(z_{3}-z_{4})z_{0t}=2c^{2}(t_{3}-t_{4})\qquad (21)\\\end{matrix}}}
Es handelt sich um 2 lineare Gleichungssysteme mit der gleichen Koeffizientenmatrix. Ihre Lösungen werden nun in eine der Ausgangsgleichungen eingesetzt. Damit wird nach der Reduktion auf 3 Gleichungen wieder eine vierte davon unabhĂ€ngige hinzugenommen, und damit die vorĂŒbergehende Unterbestimmtheit behoben. Man erhĂ€lt z. B. durch Einsetzen in die vierte Ausgangsgleichung
( x 4 â â x 00 â â x 0 t t 0 ) 2 + ( y 4 â â y 00 â â y 0 t t 0 ) 2 + ( z 4 â â z 00 â â z 0 t t 0 ) 2 = [ c ( t 4 â â t 0 ) ] 2 {\displaystyle {\begin{matrix}(x_{4}-x_{00}-x_{0t}t_{0})^{2}+(y_{4}-y_{00}-y_{0t}t_{0})^{2}+(z_{4}-z_{00}-z_{0t}t_{0})^{2}=[c(t_{4}-t_{0})]^{2}\\\end{matrix}}}
Die Terme werden ausmultipliziert und nach Potenzen von t 0 {\displaystyle t_{0}} geordnet:
A := ( x 4 â â x 00 ) 2 + ( y 4 â â y 00 ) 2 + ( z 4 â â z 00 ) 2 â â [ c t 4 ] 2 B := ( x 4 â â x 00 ) x 0 t + ( y 4 â â y 00 ) y 0 t + ( z 4 â â z 00 ) z 0 t â â c 2 t 4 C := x 0 t 2 + y 0 t 2 + z 0 t 2 â â c 2 {\displaystyle {\begin{aligned}A&:=(x_{4}-x_{00})^{2}+(y_{4}-y_{00})^{2}+(z_{4}-z_{00})^{2}-[ct_{4}]^{2}\\B&:=(x_{4}-x_{00})x_{0t}+(y_{4}-y_{00})y_{0t}+(z_{4}-z_{00})z_{0t}-c^{2}t_{4}\\C&:=x_{0t}^{2}+y_{0t}^{2}+z_{0t}^{2}-c^{2}\end{aligned}}}
Mit den Konstanten A {\displaystyle A} , B {\displaystyle B} und C {\displaystyle C} ergibt sich eine quadratische Gleichung fĂŒr t 0 {\displaystyle t_{0}}
C t 0 2 â â 2 B t 0 + A = 0 {\displaystyle Ct_{0}^{2}-2Bt_{0}+A=0}
mit den zwei Lösungen:
t 0 = 2 B ± ± 4 B 2 â â 4 A C 2 C {\displaystyle t_{0}={\frac {2B\pm {\sqrt {4B^{2}-4AC}}}{2C}}}
Bei realistischen Ausgangsdaten ergeben sich stets zwei reelle Lösungen. Eine davon scheidet als unrealistisch aus, entweder weil sie vor den Sendezeitpunkten der Satelliten liegt oder zu Positionen fĂŒhrt, die oberhalb der Satellitenbahnen liegen. Damit sind alle Werte bekannt, um die Koordinaten anzugeben.
x 0 = x 00 + x 0 t t 0 y 0 = y 00 + y 0 t t 0 z 0 = z 00 + z 0 t t 0 {\displaystyle {\begin{aligned}x_{0}&=x_{00}+x_{0t}t_{0}\\y_{0}&=y_{00}+y_{0t}t_{0}\\z_{0}&=z_{00}+z_{0t}t_{0}\end{aligned}}}
Einzelnachweise
cite-note-11. â Arnic Research Corporation: Navstar GPS Space Segment Navigation User Interfaces. 7. Dezember 2004 (online (Memento vom 16. Mai 2011 im Internet Archive; PDF)).
Weblinks
âą GPS Signal Plan
âą GPS Interface Control Documents (ICDs) & Interface Specifications (ISs)